Am 18.04. diesen Jahres fand das Aussetzen unserer Forellenbrütlinge in die Pegnitz statt. Innerhalb von 89 Tagen entwickelten sich aus Bachforelleneiern im Augenpunkstadium gesunde Brütlinge mit einer durchschnittlichen Länge von etwa 3 cm.
Ziel dieses Projektes war es, besonders widerstandsfähige Fische heranzuziehen, die optimal an die Bedingungen in unseren Pegnitzabschnitten angepasst sind. Im Gegensatz zu klassischen Besatzmaßnahmen mit älteren Fischen wachsen diese Bachforellen von Beginn an direkt in ihrem natürlichen Lebensraum auf.
Solche Maßnahmen sind notwendig, da sich die Lebensbedingungen für die heimische Bachforelle durch Querbauwerke wie Wehre zunehmend verschlechtern. Die Bachforelle benötigt zum Laichen einen kiesigen Untergrund. Oberhalb der Wehre verschlammen diese Bereiche allerdings so stark, dass ein Ablaichen kaum noch möglich ist.
Ein weiterer Vorteil dieser naturnahen Bestandsunterstützung besteht darin, dass sich die Fische gar nicht erst an ein „sicheres“ Leben in der Zucht gewöhnen. Direkt nach dem Aussetzen suchen sie Schutz unter Steinen und Wurzeln, um sich vor Fressfeinden zu verstecken, und lernen von Anfang an, natürliche Nahrung in der Pegnitz aufzunehmen.
Um dieses Ziel zu erreichen, war ab dem 20. Januar eine tägliche Kontrolle der schwimmenden Bruthilfe (auf den Namen „Arielle“ getauft) erforderlich. Diese Aufgabe wurde von zehn freiwilligen Helfern – tagtäglich – in 89 Kontrollen bei Wind und Wetter übernommen. Durch den strengen Winter war von Hochwasser bis Schneefall alles dabei.
Besonders bedanken möchten wir uns bei der Raiffeisenbank Nürnberger Land, die dieses Projekt durch ihre großzügige Spende ermöglicht hat. Ein weiterer besonderer Dank gilt der Lehranstalt für Fischerei in Aufseß sowie Dennis Mall („Salmobox“) für die fachliche Unterstützung.


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