Ein Festtag am Pfaffenweiher

Thomas hat richtig Schwein gehabt mit dieser üppigen Portion

Bei schönstem Wetter kamen fast 60 Mitglieder und Gäste zusammen, um gemeinsam am Vortag zum Königsfischen das 70-jährige Jubiläum unseres Vereins am Pfaffenweiher zu feiern. Einige Helfer und Mitglieder des Vorstands hatten alles aufgebaut und gut vorbereitet, damit dieser Tag zu einem Festtag wird. Dafür gilt ihnen ein herzlicher und ganz großer Dank!

Es ist 6:00 Uhr morgens, noch ist alles still hier am Pfaffenweiher, nur ein Dompfaff pfeift sein einfaches aber schönes Lied. Im Küchenzelt bereiten Manuela und Juliana das Frühstück vor, Ernst steht draußen am Kocher und brät Rühreier mit Speck. Die Kühlschränke sind randvoll gefüllt mit Getränken, in einer Hütte tuckert das Notstromaggregat, das den Strom dafür liefert. Neben weiteren Helfern trudelten bald die ersten Gäste ein, die sich ein Frühstück mit duftendem Kaffee, frischen Semmeln, Wurst und Käse schmecken lassen.

Gegen Mittag kamen immer mehr Gäste und auch die Bereiter eines besonderen Leckerbissens trafen ein: nämlich die, die ein Wildschwein am Grill zubereiteten. Damit das auch sicher bei dieser großen Trockenheit ablaufen konnte, wurde der Boden extra angefeuchtet. In unmittelbarer Nähe lagen Feuerwehrschläuche und es stand eine Feuerlöschpumpe bereit. 
Das auf dem Spieß fixierte Wildschwein wurde nun über Stunden am Feuer aus Obsthölzern langsam gedreht und gegrillt. Am späten Nachmittag war es gar. Zart und saftig sollte es dann unsere Gaumen erfreuen.

Ein weiteres kulinarisches Highlight waren Makrelen, die Jürgen nach eigenem Rezept eingelegt hatte und nun für uns über Holzkohle grillte. Damit wurde auch der neue Grill aus feinstem Edelstahl eingeweiht. Dieser machte nicht nur optisch eine gute Figur, denn die Zubereitung der Makrelen gelang Jürgen hervorragend. An dieser Stelle großer Dank an den Grillmeister und die Erbauer des Grills.

Was selbstverständlich auch zu so einem Fest gehört, ist ein Faß Bier und ein akkurates Anzapfen desselben. Und so verkündete Ernst während das Wildschwein fetttropfend am Grill kreiselte und bereits ein verführerischer Duft in der Luft lag, der in diesem Falle von den Makrelen ausging, mit den Worten „Ozapft is“ dass das Faß angestochen ist und zum Durstlöschen bereitsteht. Unnötig zu erwähnen, dass dazu nicht mehrere Schläge nötig waren.

Zum Kaffee gab es am Nachmittag leckeren Kuchen, meist selbst gebacken von des Anglers Liebsten. Auch hier vielen Dank für die Mühe!

Brot und Spiele: bei all den kulinarischen Genüssen war körperliche Ertüchtigung angebracht und die sollte einerseits Spaß machen, andererseits eine Parallele zum Angelsport ziehen. Beim Zielwerfen ging es darum auf kurze Distanzen mittels Pendel-, Seiten- oder Überkopfwurf eine Markierung in einem Kreis zu treffen – je genauer der Treffer war umso mehr Punkte gab es dafür. In dieser Disziplin übertrafen die weiblichen Teilnehmer meist die männlichen.
Beim Weitwerfen, wo es darum ging bis auf Höhe einer Boje zu werfen, die im Pfaffenweiher in einiger Distanz vom Ufer angebracht war, lagen die Männer vorn. Die waren da offenbar etwas geübter. Bemerkenswert war jedoch wie schnell einige Novizen in dieser Disziplin Fortschritte machten und durchaus beachtliche Weiten erzielten.
Beim Wettrudern ging es darum mit dem Ruderboot zu einer Boje zu fahren, zu wenden und anschließend wieder zurück zum Steg zu kommen. Die Besten legten diese Bootstour in weniger als 2min zurück.

Den Abend verbrachte man gemütlich plaudernd bei einem Schoppen Wein oder einer wohl temperierten Flasche Bier. Auch der eine oder andere Schnaps machte die Runde. Da morgen das Königsfischen anstand schrumpfte der Kreis gegen Mitternacht bis auf wenige Gesellen zusammen. Diese feierten noch nach dem Motto „Feire den frohen Tag und werde seiner nicht müde!“. Ebenfalls unermüdlich und ebenfalls bis tief in die Nacht arbeitete Juliana – sie bereitete schon das Frühstück für die Petrijünger vor.